Meldung vom 05. August 2026
Großes Interesse am Vortrag „Wohnen ohne Hindernisse“
Rund 70 Besucherinnen und Besucher kamen nach Fellbach, um sich zu informieren, wie kleine Veränderungen das Wohnen im Alter erleichtern können Wie kann die eigene Wohnung auch im Alter oder bei körperlichen Einschränkungen sicher und komfortabel bleiben? Antworten auf diese Frage erhielten die Besucherinnen und Besucher aus Fellbach und dem Rems-Murr-Kreis beim Vortrag „Wohnen ohne Hindernisse“. Eingeladen hatten der Kreisseniorenrat Rems-Murr, der Rems-Murr-Kreis sowie die Stadt Fellbach. Referent Thomas Heine vom Landeskompetenzzentrum Pflege & Digitalisierung Baden-Württemberg (PflegeDigital@BW) zeigte anschaulich und kurzweilig auf, wie sich Wohnräume mit einfachen Maßnahmen oder technischen Hilfsmitteln an veränderte Lebenssituationen anpassen lassen. Experte gibt Tipps zur Gestaltung der Wohnung Ein zentrales Thema war die Sturzprophylaxe. Heine machte deutlich, wie wichtig es ist, mögliche Gefahrenquellen frühzeitig zu erkennen und vorausschauend zu planen. Oft seien es bereits kleine Veränderungen, die den Alltag deutlich sicherer machen. Als Beispiele nannte er Nachtlichter zur besseren Orientierung in der Dunkelheit oder Greifhilfen, die das Bücken und Strecken erleichtern. Darüber hinaus stellte der Referent verschiedene technische Assistenzsysteme vor. Dazu gehören digitale Türspione, die auf einem Bildschirm anzeigen, wer vor der Tür steht, automatische Rollladenöffner oder weitere intelligente Lösungen, die Sicherheit und Komfort im Alltag erhöhen können. Die vorgestellten Beispiele lieferten den Teilnehmenden zugleich zahlreiche Anregungen für barrierefreies Bauen und Wohnen. Kontakte knüpfen ist wichtig Für ebenso bedeutsam wie das barrierearme Wohnumfeld werden jedoch auch das soziale Miteinander und die Kontakte in der Nachbarschaft eingeschätzt. Wer dazu gehört und im lebendigen Austausch lebt, ist weniger von Einsamkeit bedroht. Bereits vor der Abendveranstaltung hatten sich die ehrenamtlichen Wohnberaterinnen und Wohnberater aus dem Rems-Murr-Kreis zu einem fachlichen Austausch getroffen. Auf der Agenda standen die unterschiedlichen Beratungsschwerpunkte in den Kommunen, der Erfahrungsaustausch zu bewährten Vorgehensweisen sowie die Qualifizierung der ehrenamtlich Engagierten.